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Mein Rivva – Ein kleines Review

Vor einem Monat habe ich ja berichtet, dass ich einen Invite zu „Mein Rivva” bekommen habe – es ist an der Zeit, ein kleines Review über den neuen Rivva-Service zu schreiben (ich muss ja ix zuvor­kommen :D ).

„Mein Rivva” bietet als Twitter Aggre­gator ein äußerst viel­fäl­tiges Angebot. Nach dem ein­fa­chen OAuth-Login per Twitter wird zunächst die eigene Time­line prä­sen­tiert – leider ohne die Private-Accounts:

Mein Rivva – Timeline

Mein Rivva – Timeline

Der Screen­shot zeigt: Neben den Tweets werden Sta­tis­tiken zu even­tuell ent­hal­tenen Links ange­zeigt – und diese werden direkt mit vollem Titel aus­ge­schrieben. Dass das im Lese­fluss teil­weise seltsam aus­sieht, erkennt man im Screen­shot denke ich auch. Über der Time­line erscheint regel­mäßig ein Update-Button. So kann man das Fenster ruhig mal kurz nebenbei offen lassen, ohne das durch auto­ma­ti­sches Nach­laden viel vor­bei­fließen würde. Zudem gibt es eine Viel­zahl an Ver­lin­kungen zu jedem Tweet:

  • Der Avatar ver­linkt auf den Twitteraccount
  • Der Twitter-Nickname ver­linkt auf die Time­line des Nut­zers inner­halb von „Mein Rivva” – also inklu­sive aller Link­sta­tis­tiken, Miniatur-Bildern und auch Miniatur-Videos (dazu gleich mehr)
  • Die Zeit­an­gabe ver­linkt wie­derum auf den kon­kreten Tweet inner­halb von Twitter

Das hört sich auf den ersten Blick ver­wir­rend an – ist es auch, bis man sich daran gewöhnt hat. Mei­net­wegen könnten die Links aber ganz inner­halb des Aggre­ga­tors gehalten werden. Twit­ter­nicks inner­halb von Tweets ver­weisen übri­gens eben­falls auf Twitter.

Das erste rich­tige High­light ver­birgt sich dann hinter „Buzz”. Dort wird in von der Rivva-Startseite gewohnten Manier gerankt, was aktuell oft ver­linkt wird. Das Gute daran beschreibt Frank selbst:

Ins Ran­king der Sto­ries und Links geht sowohl der all­ge­meine aktu­elle Buzz auf Twitter als auch die Reso­nanz aus dem eigenen sozialen Gra­phen ein. Dadurch sollten Emp­feh­lungen aus beiden Sphären schneller überschwappen.

Und das funk­tio­niert wirk­lich wun­derbar – die Seite ist die­je­nige, die ich ob des per­fekten Über­blicks am Häu­figsten aufrufe.

Mein Rivva – Buzz

Mein Rivva – Buzz

So gelingt der zügige Über­blick über die gerade rele­vanten Themen, Videos und Bilder (na gut, oder eben Bianca) – was in Kom­bi­na­tion mit der all­ge­meinen Rivva-Startseite einen per­fekten Über­blick über die Blog-/Twitter-/Nachrichten-Situation gibt.

Der Bereich „Links” aggre­giert momentan häufig get­wit­terte Links – unab­hängig von den eigenen Fol­lo­wern. Dabei kann man über die Min­dest­an­zahl der Tweets ordent­lich sieben, zudem lassen sich Dinge ent­de­cken, die noch nicht über die eigene Time­line beim Nutzer gelandet sind. Ähn­lich wie die vom nor­malen Rivva bekannten Twitter Links, aller­dings tauchten bei beiden Seiten ver­schie­dene Links auf (bei glei­cher Min­dest­an­zahl, keine Sorge ;) ) – ich weiß nicht, warum!?

Mein Rivva – Links

Mein Rivva – Links

Unter „Videos” und „Photos” werden eben diese jeweils aggre­giert. Die Photos werden zeit­lich sor­tiert ange­zeigt – bei den Videos wurde ich aus der Rei­hen­folge nicht ganz schlau – aber da waren die aktu­ellsten jeweils auch dabei ;) Dabei werden die Videos im Mini­format ange­zeigt, das manchmal schlicht zu klein für die ver­nünf­tige Dar­stel­lung ist. Zur Erst­be­trach­tung genügt es aber auf jeden Fall.

Mit „Ret­weets” zeigt sich, wel­cher meiner ver­folgten Twit­te­rati vor kurzem einen ReTweet-Hit gelandet hat. Na gut, da wird alles ange­zeigt, was min­des­tens einmal ret­weetet wurde ;) Auch hier bietet sich wieder ein schöner Über­blick über höchst­wahr­schein­lich rele­van­tere Tweets – eine ähn­liche Ein­stel­lung wie auf der Link­seite mit einer Min­dest­an­zahl an ReT­weets wäre dort noch schön. Aber auch so ist der Bereich stets einen Blick wert!

Mein Rivva – ReTweets

Mein Rivva – ReTweets

Wei­terhin sinn­voll sind die Favo­rites – also die Anzeige der Tweets, die meine Ver­folgten zuletzt gefavt haben. Dar­über lassen sich etliche Tweet-„Perlen” ent­de­cken, die sonst im Ver­bor­genen bleiben. Wie bei den ReT­weets wird die Über­sicht als Grid dar­ge­stellt, das habe ich Frank über das Feedback-Formular auch für die Videos & Bilder vor­ge­schlagen, da auch dort dann ein schneller(er) Über­blick mög­lich wird.

Zu guter letzt noch ein kurzer Blick auf den „Hash­tags”-Bereich: Dort werden die zuletzt Hash­tags meiner Ver­folgten aggre­giert. Eigent­lich wie­derum gut, um sich einen The­men­über­blick zu ver­schaffen. Aus mir selbst uner­find­li­chen Gründen benutze ich diesen Bereich kaum – je länger ich dar­über nach­denke, desto attrak­tiver erscheint er mir aber:

Mein Rivva – Hashtags

Mein Rivva – Hash­tags (star­ring: cbgreen­wood & die Cham­pions League)

Was der Screen­shot nicht zeigt: Unter den #cl-Tweets geht es in ent­spre­chender Dar­stel­lung mit den wei­teren Last-Hour-Hashtags weiter, falls nötig wie sonst auch mit einer Link­sta­tistik rechts daneben.

Fazit

Der Rivva-Aggregator ist bes­tens dafür geeignet, nach einem Tag ohne Twitter (*gasp* :shock: ) einen schnellen Über­blick zu bekommen, was bisher gelaufen ist. Die ein­zelnen Unter­punkte könnten sicher noch mit viel Mathe-Voodoo unter­ein­ander kom­bi­niert werden, geben aber jetzt schon eine umfas­sende Zusam­men­fas­sung des Gesche­hens wieder. Eine Art Dash­board zur (noch) schnel­leren Über­sicht wäre dann wohl das Non-Plus-Ultra der per­so­na­li­sierten Rivva-Seite…

Natür­lich fehlen noch essen­ti­elle Fea­tures, allen voran das Twit­tern an sich. Das wurde jedoch auch direkt im Willkommens-Text aus­drück­lich betont:

Dieses erste Release kon­zen­triert sich zunächst auf die Geschichten, die im Fokus von Rivva liegen. Twit­tern, Ret­weeten, Fav’en, Followen/Unfollowen … das alles sucht man noch vergeblich.

Werden diese Standard-Bedienelemente hin­zu­ge­fügt, so stünde ein in meinen Augen ziem­lich voll­stän­diger Ser­vice rund um Twitter zur Ver­fü­gung, zu dem ich bisher keinen ver­gleich­baren Kon­kur­renten kenne. Die benö­tigten Server-Ressourcen beim zu erwar­tenden Ansturm mag ich mir gar nicht aus­malen – der Mehr­wert, den „Mein Rivva” bietet, ist aber wie ich meine so hoch, dass man dafür Geld ver­langen könnte. So würde ein zu großer Ansturm ver­hin­dert, wäh­rend die Kosten für Ser­ver­ka­pa­zi­täten gesi­chert wären. Und Frank West­phal würde hof­fent­lich end­lich mal das bekommen, was er für rivva schon lange ver­dient hat: Geld.

04.11.09

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