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Clever reagieren statt abmahnen – Citroen kann’s

Auf einen Blog­bei­trag bei SegaPro, der behauptet, ein Citroën-Werbespot stehe mit dem Aus­bruch der Schwei­ne­grippe in Ver­bin­dung (und das nicht gerade sati­risch offen macht…) ant­wortet das Unter­nehmen in den Kom­men­taren:

Da wir diesen hüb­schen Bei­trag gerade zufällig ent­deckt haben, möchten wir alle Schwei­ne­fans beruhigen.

1. Der Wer­be­spot wurde nicht in Mexiko gedreht, son­dern in Süd­afrika. Dort gras­siert alles mög­liche, aber die neue Grippe ist nach unseren Infor­ma­tionen weniger ver­breitet als in Mexiko.

2. Pro­fes­sio­nelle Tier­trainer und Vete­ri­näre haben wäh­rend der Dreh­ar­beiten darauf geachtet, dass die Tiere nicht zuviel Stress litten. Sonst hätten die Vie­cher näm­lich nie das gemacht, was wir von ihnen wollten. Nur Men­schen funk­tio­nieren unter Stress eini­ger­maßen zuverlässig.

3. Als der neu­ar­tige Virus vom Stamme H1N1, Typ A, der zur­zeit von man­chen Leuten “Schwei­ne­grippe” genannt wird und von anderen lieber nicht, weil die Kote­letts ver­kaufen, waren unsere Schweine, abge­sehen davon, dass der Atlantik, der Äquator und noch so man­ches zwi­schen ihnen und dem Virus lag, bereits aus anderen Gründen aus dem Leben geschieden. Auch in Süd­afrika werden Schweine selten Rentner.

Also: die Story ist zwar nett erfunden, aber leider ziem­lich falsch. Und wir finden sie auch nicht lustig. Wir glauben, da muss ein echtes Schwein dahinter ste­cken. Mit zwei Beinen.Beste Grüße von Citroën.

Mit dieser Reak­tion zeigt Citroën beein­dru­ckend, wie man neben Abmah­nungen auch mit Blog­gern umgehen kann. Zum einen werden die Vor­würfe stich­haltig ent­kräftet, gleich­zeitig bleibt das Unter­nehmen äußerst sou­verän in der Ant­wort. Es wird deut­lich, wie ernst das Unter­nehmen die Vor­würfe behan­delt & vor allem, dass sie diese nicht so stehen lassen werden. Das Ganze wird dann mit einer kleinen Prise Humor soweit auf­ge­lo­ckert, dass die klare Ansage den­noch sym­pa­thisch bleibt.

Herz­li­chen Glück­wunsch, eine solche Reak­tion schaffen (leider) nur wenige Unternehmen.

(Gelesen bei meetnix, gefunden über @gigold)

23.09.09

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