Wenn Büro-Figuren reisen.
Address Is Approximate from The Theory on Vimeo.
Musik. Politik. Dinge.
RSS-FeedIch mag ja so Typo-Videos. Jetzt gibt’s eines für den Duden, das meine wunderbare Kollegin Susanne konzipiert und umgesetzt hat. Finde ich großartig, darf man gerne weiterempfehlen
(Und nein, ich wurde weder zu diesem Post aufgefordert noch bekomme ich was dafür. Ich find einfach nur das Video toll.)
Hach. Neulich wieder an das schöne Konzert von Gisbert zu Knyphausen auf dem münsteraner Bahnhof zurückgedacht, nun das Video zu diesem Abend bei Youtube gefunden. Das war großartig.
Wow.
(via Eileen)
So. Seit gestern ist QUOTE.fm für die Öffentlichkeit zugänglich. Das heißt: Jeder darf reinschauen, was die netten Beta-Tester und einige neu dazu gekommene Leute denn schickes zitieren – entweder schauen sie sich die beliebtesten Quotes an oder lassen sich eine Auswahl aus einzelnen Themenbereichen geben.
Befüllen darf den Service momentan nicht jeder. Das ist im Blick auf Qualität super. In der Beta-Phase habe ich sehr genossen, dass die Leute nach anfänglichem Ausprobierwahn darauf zurückgingen, (meist) nur noch qualitativ hochwertige Texte zu zitieren. Die Auswahl der Leute für die Beta-Phase hat das aber auch fast schon garantiert. Meine Instapaper-Liste wird seitdem hauptsächlich über QUOTE.fm befüllt. Ich weiß einfach, dass das, was die Leute dort zitieren, gute Texte sind.

Das soll auch so bleiben, daher mag das Einladungssystem zwar für Außenstehende ziemlich Hitler sein, der Qualitätssicherung innerhalb der Plattform tut das aber gut. Bei rivva.de nerven mich z.B. die zahlreichen SpOn-, Bild– und Postillon-Artikel, welche durch Massen-Likes und automatisierte Tweets ständig in den Feed rutschen. Die sind weder neu noch auf Dauer lustig noch sonst was – aber das passiert durch die automatische Auswertung der Quellen nun mal (und ist auch im momentanen Ausmaß noch okay). Mit wertvollen Texten, die zum Denken anregen etc., hat das wenig zu tun.
Bei QUOTE.fm herrschten zumindest bis zum Ende der Closed Beta beinahe paradiesische Zustände – intelligente Menschen geben sehr gute Textempfehlungen durch sehr gut gewählte Auszüge. Ein Traum. Darf gerne so weiter gehen.
Nun liegen in meinem Account noch zwei Invite-Codes, die ich loswerden kann (!). Ich werde sie nicht einfach an die Leute verschenken, die darum betteln oder die ich aus welchen Gründen auch immer besser kenne. Es sollen durch meine Invites Leute Zugriff erhalten, die die Plattform wirklich vernünftig nutzen werden. Sprich: Weder Social-Media-Allestester (also bald Accountleichen) noch Leute, die den Sinn der Plattform nicht erfassen und keinen Nutzungsbedarf haben. Daher gibt’s eine kleine Aufgabe.
Ihr wollt einen Invite? Okay. Wir spielen QUOTE.fm. Schreibt in die Kommentare drei Zitate + Link zum jeweiligen Text. Ich schaue mir die Zitate und Texte an und was mir gefällt, erhält einen Invite. Irgendwann am Sonntag Abend entscheide ich mich dann. Viel Spaß!

(via)
Passender Text dazu auch direkt bei Henning Tillmann:
Nein, hier geht es nicht um Facebook oder Google. Die technischen Grundlagen des Webs sind einfach anders als es die deutsche Gesetzeslage aktuell vorsieht. 20 Jahre lang ist das aber nicht groß aufgefallen.
Dazu fällt mir aber auch direkt wieder ein, was ich neulich bei Kris Köhntopp las, nämlich eine kurze Episode aus dem Jahr 1994:
Damals stand ich mit Terra in der Eingangshalle des Kieler Landeshauses. Wir hatten ein Modem dort stehen und ein Terminalprogramm am Laufen. Auf dem Terminal waren wir auf einer Maschine in den USA eingeloggt, die personenbezogene Daten von Deutschen verarbeitete: diese Kiste hatte also ein wirklich langes Tastaturkabel. Die Platten des US-Rechners waren über NFS aus einer weiteren, anderen Jurisdiktion gemountet — die Kiste hatte also auch ein wirklich langes Plattenkabel.
Wir haben damals bei den Abgeordneten und Datenschützern, die uns über die Schultern schauten, eine ganze Menge „404”-Gesichter erzeugt — „Was machen die da? Wieso ist das ein Problem? Und wenn es ein Problem ist, was zum Teufel können wir da machen?”
Das ist im Grunde genau die Situation, die wir jetzt beim Facebook Like-Button, bei jedem eingebundenen Youtube-Video und natürlich auch bei jeder Dropbox haben.
Tja.
Bemerkenswert, wie ein Boy Sets Fire Text von 2003 auf die OccupyWallStreet–Bewegung passt.
we raise the flags and statues to our mission
we’ve spoken out in slogans and in campaigns
talked and talked on almost every issue
where oppression of the masses is the constant themebut what does this mean to a little town in iowa
where the jobs have gone downstream down south and out
where their fingers used to work to the bone all day
profits rise and fall and starvation is a gamewhere is the food that used to cover their table
where is the sense of pride at the end of the day
to the face of a thriving corporation
what could a dying family possibly sayon the face of every american worker
is the constant fear that their job will not remain
as the c.e.o is planning his vacation
to kill or be killed is the nature of the beaststand in line take a number you sell your soul then watch it
crumble into a pile of rubble that used to be
your job
your life
your family’s daily bread
dry and stale malnourished kids
the house is sold for a degrading bid
do we continue to talk
or do we take a hammer to their chains
Traurig. Sehr traurig.
Your time is limited, so don’t waste it living someone else’s life. Don’t be trapped by dogma — which is living with the results of other people’s thinking. Don’t let the noise of others’ opinions drown out your own inner voice. And most important, have the courage to follow your heart and intuition. They somehow already know what you truly want to become. Everything else is secondary.
Hm.
Der Mensch als ökonomischer Störfall, und nicht etwa: „Wie die Volkswirtschaft den Menschen erschöpft.” Sonst würde es ja auch kompliziert. Statt Volkskrankheit müsste man Systemkrankheit sagen, und das klänge sogleich nach Revolution, nach den richtig dicken Brettern der Kapitalismuskritik, nach Demonstrationen und Nasswerden, nach einem retardierenden Moment in Zeiten von Beschleunigung und Fortschritt, wo doch alles gerade wie geschmiert läuft in Deutschland.
Das wird gut.