Herr Bertling.

Musik. Politik. Dinge.

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Stress.

Viel zu tun, viel unter­wegs, wenig Zeit. Zum Glück genü­gend Zeit für Martin Oet­tings Vor­trag beim Digital Camp von Scholz & Fri­ends. Wenn die Tage in der Agentur mal stres­siger werden und wenig Zeit zur Refle­xion bleibt, tut so ein Vor­trag richtig gut – denn ich merke wieder, dass ich gerade das Rich­tige tue. Danke, Martin :)

„Die Erfolgsmessung ist der wunde Punkt.”

In der WuV vom 17. März steht ein Inter­view mit Mercedes-Benz-Markenchef Anders Sundt Jensen. Die vierte Frage an ihn lautet:

Sie inves­tieren also viel Geld für die Kom­mu­ni­ka­tion mit einer anonymen Gruppe von Iden­ti­täten, ohne zu wissen, wer sich dahinter verbirgt?

Preis­frage: Zu wel­chem Medium (sehr loser Begriff hier) wird die Frage gestellt? TV, Print oder Social Media?

Social Media Gesetze & so.

Scheint ja gerade total „in” zu sein, sowas zu ver­öf­fent­li­chen. Dann will ich natür­lich auch.

Da Gesetze immer so unum­stöß­lich klingen, gebe ich ein­fach drei Tipps, die aller­dings mehr Zeit kosten als das Lesen einer Top-10-Liste. Sorry.

  • Lesen: Geschichten&Diskurse – Abschied vom Kon­struk­ti­vismus. Sieg­fried J. Schmidt begründet auf wenigen Seiten seine Her­an­ge­hens­weise an die Erkennt­nis­theorie, genauer den Kon­struk­ti­vismus. Zuge­ge­be­ner­maßen sehr abs­trakt. Aber wenn man sich erstmal klar macht, wie der Mecha­nismus des Erken­nens funk­tio­niert – und vor allem, wie das Zusam­men­leben auf diesen Grund­lagen (nicht) funk­tio­niert – lassen sich weit­rei­chende Schlüsse ziehen. Ich finde jeden­falls ständig Punkte, die sich beim Thema Social Media auf diese Ideen zurück­führen lassen. Hilft beim Ver­ständnis (anderer Men­schen) ungemein.
  • Denken: Was bedeutet es eigent­lich, dass jeder Mensch mit Inter­net­zu­gang auf einer von ihm gewünschten Platt­form die Mög­lich­keit hat, jede zugäng­liche Infor­ma­tion mit jeder anderen zugäng­li­chen Infor­ma­tion zu ver­knüpfen? Sprich: Wel­ches Poten­tial liegt im Prinzip „Link”?
  • Machen: Face­book, Twitter, Weblog. Das kostet Zeit. Da muss man Erfah­rungen sam­meln. Hilft nix. Aber mehr, als Top-10-Listen zu lesen. Und immer diesen kleinen Leit­spruch beher­zigen:

    If you talked to people the way adver­ti­sing talked to people, they’d punch you in the face.

    (gaping­void)

Fertig. Sie sind jetzt Social Media Berater.

Kurze Gedanken zu Facebook Places

Face­book hat ges­tern Abend seinen eigenen Loca­tion Based Ser­vice „Places” an den Start gebracht. Damit ist es – zumin­dest momentan in den USA & nur per iPhone – analog zu Diensten wie Gowalla, Fours­quare oder Fri­end­ti­cker mög­lich, sich in off­line besuchten Orten ein­zuch­e­cken. Hier mal das (natür­lich unfassbar glatt pro­du­zierte) Video von Face­book:

(DirektIch­hal­tem­ei­ne­Tas­se­für­Au­then­ti­zi­tätin­die­Ka­mera)

Es gibt (wie gehabt bei neuen Ser­vices) bereits eine Viel­zahl an Ana­lysen, How-Tos und War­nungen zum neuen Fea­ture. Bedienen Sie sich ;)

Für Early Adopter ist die Places-Funktionalität durch die oben genannten bereits exis­tenten Dienste ein alter Hut. Doch bedingt durch Face­books Reich­weite pro­phe­zeit Martin Wei­gert (zu Recht!) den Durch­bruch für Loca­tion Based Services:

Face­book wird die Art der Inter­ak­tion zwi­schen Men­schen ver­än­dern sowie die Zahl spon­taner Treffen mit losen Kon­takten, die zufällig gerade in der Nähe sind, erhöhen – etwas, das mit den exis­tie­renden mobilen Netz­werk­diensten auf­grund ihrer geringen Anwen­der­zahlen nur selten ein­traf, sofern man sich nicht rund um die Uhr in Berlin-Mitte oder an anderen Geek-Hotspots auf­hielt. Ich bleibe daher bei meiner früher gemachten Aus­sage: Face­book Places ist der Durch­bruch für Loca­tion Based Services.

Da die Privatsphäre-Einstellungen des Dienstes für Facebook-Verhältnisse recht zurück­hal­tend sind (Default: Nur Freunde sehen Check-Ins), genügt es, wenn Nutzer einige geringe, aber drin­gend zu emp­feh­lende Anpas­sungen vor­nehmen. Hier hat Face­book offen­sicht­lich aus vor­an­ge­gan­genen Aktionen gelernt.

Mir gefällt am Ser­vice – ebenso wie bei Google Street­view übri­gens – vor allem eines: Die „Rück­füh­rung” der im Web abs­trakt und digital gehal­tenen Daten (Freund­schaften, Bekannt­schaften, Umge­bung, Lieb­lings­kneipe,…) in die Offline-Welt. Places bildet nicht Offline-Verhalten ab  – wie etwa Twitter mit kleinen Gesprä­chen  – , son­dern ver­bindet On– und Offline-Welt auf sehr kon­krete, greif­bare Weise.

Wolf­gang hat neu­lich über die logi­sche Fort­schrei­bung ins mobile Internet geschrieben und eher kleine Apps als Bei­spiele genutzt. Exakt diesen Schritt (inklu­sive Inter­ak­tionen über Fan­pages etc.) geht Face­book mit Places in *leicht* grö­ßerer Ska­lie­rung. Dort sehe ich einen Ver­gleich zu einer schönen iPad-Metapher. Irgendwo habe ich auf­ge­schnappt, dass das iPad dafür sorge, die Technik ver­schwinden zu lassen & statt­dessen den Inhalt in den Vor­der­grund zu rücken. Ähn­li­ches sehe ich bei Places: Das abs­trakte Online-Netzwerk rückt in den Hin­ter­grund, statt­dessen ermög­licht der Ser­vice ganz real die Bezie­hungs­pflege mit Bekannten. Das wird gut :)

Bin ich da zu opti­mis­tisch? Habe ich wich­tige Punkte aus­ge­blendet? Kritik, Ideen für Mas­hUps, wei­tere Bei­spiele für die Ver­knüp­fung von On– und Off­li­ne­welt sind wie immer gerne in den Kom­men­taren gesehen!

Facebook: Fans generieren

Wie gene­riere ich für meine Fan­page zusätz­liche Fans? Oder in klas­si­scher Wer­ber­sprache: Wie erhöhe ich die Reich­weite meines Ange­botes? Aus­ge­hend von Chris­tians Hin­weis zu einem Facebook-Workshop ergab sich eine kleine Dis­kus­sion bei Face­book, bei der ich kurz ein paar Punkte zum Thema ange­rissen habe. Die führe ich hier mal weiter aus – könnte ja jemandem helfen ;)

Wei­ter­lesen…

Analyse der Nestlé-Facebook-Fanpage

Till hat sich die Mühe gemacht, die Reak­tionen auf der Facebook-Fanpage von Nestlé mal zu visualisieren:

Um die Ent­wick­lung auf der Facebook-Seite ein wenig besser nach­voll­ziehen zu können, habe ich mir die reinen Zahlen ange­sehen. Dazu habe ich die Kom­men­tare seit Beginn der Palmöl-Kampagne mit Zeits­tempel aus­ge­lesen und auf eine Zeit­achse aufgetragen

Frequenz der Kommentare auf der Facebook-Fanpage von Nestlé

Fre­quenz der Kom­men­tare auf der Facebook-Fanpage von Nestlé

Das ist in zwei­erlei Hin­sicht äußerst interessant:

  1. Inhalt­lich, da so punkt­genau der Zeit­punkt visua­li­siert wird, an dem Nestlé das Pro­blem durch eigenes Ver­schulden eska­liert hat.
  2. Hand­werk­lich, da Till aus­führ­lich beschreibt, wie er die Daten gene­riert hat. Ich bin gespannt auf die ange­kün­digten wei­teren Erkenntnisse.

(Und weil er sich so viel Mühe gegeben hat, gibt’s eben einen Blog­ein­trag und nicht nur nen Tweet. Stern­chen mit Kringel quasi.)

State of the internet

Ein schön auf­be­rei­tetes Video mit (relativ) aktu­ellen Zahlen zur Inter­net­nut­zung welt­weit. Durch die rasanten Ver­än­de­rungen im Netz sind leider einige Zahlen schon wieder alt, so liegt z.B. Twitter ja mitt­ler­weile schon bei knapp 50 Mil­lionen Tweets am Tag. Rechnet man die Ver­än­de­rungen hinzu, die sich also in knapp fünf Monaten weiter ergeben haben, dann sind die Zahlen noch beein­dru­ckender. Viel Spaß:

JESS3 / The State of The Internet from Jesse Thomas on Vimeo.

Hilfe für Haiti erbeten

Sicher­lich habt ihr alle vom ver­hee­renden Erd­beben in Haiti gehört. Anstatt sich der medialen Aus­schlach­tung des Ereig­nisses zu ergeben gibt es glück­li­cher­weise viele Mög­lich­keiten, selbst kon­kret zu helfen. Richard Gut­jahr stellt die berech­tigte Frage:

Wir haben einem Blu­men­laden in Berlin helfen können. Warum nicht auch den Men­schen in Haiti?

Die Lage im Land ist schreck­lich – wer sich ein Bild vom Ausmaß der Ver­wüs­tung machen möchte, kann dies mit der Bil­der­serie bei The Big Pic­ture tun. Richard Gut­jahr dazu:

Die Bilder, die uns aus Haiti errei­chen, sind schreck­lich. Das Ausmaß der Kata­strophe ist enorm. Haiti ist ein sog. failed state, also ein Land, das von seiner Regie­rung auf­ge­geben wurde. Die iso­lierte Lage mitten im Ozean macht die Situa­tion für die Men­schen aber auch für die Ret­tungs­kräfte beson­ders schwer. Ich bin kein Experte, was Haiti betrifft. Aber es braucht nicht viel, um zu begreifen, was sich in der Insel­re­gion gerade abspielt.

Daher bittet er einer­seits um Spenden an CARE, ande­rer­seits um Ver­brei­tung des Anlie­gens. Da ich diese Aktion in bei­derlei Punkten unter­stützen möchte, gibt es hier die Links & Hin­weise zu Spendenmöglichkeiten:

  • Online spenden (PayPal, Kre­dit­karte, Bank­einzug) über betterplace.org
  • Per SMS: Spende 3 Euro per Charity-SMS an die Hilfs­pro­jekte. SMS mit dem Text “AUFBAU” an die Nummer 81190. (Die Charity-SMS kostet 3,17 € ggfs. zzgl. der Kosten für eine nor­male SMS. Alle betei­ligten Partner ver­zichten hier auf einen Gewinn.)
  • Es gibt zahl­reiche wei­tere Mög­lich­keiten, über Hilfs­or­ga­ni­sa­tionen zu spenden. Wenn euch die beiden hier beschrie­benen Ange­bote nicht zusagen, schaut doch in die Liste bei der SZ.
  • Nach­trag: Auch Frank Bültge ruft zu Spenden auf, schaut mal vorbei!

Macht bitte mit, und wenn ihr nur 3 Euro spendet. Jede noch so kleine Unter­stüt­zung hilft – und wenn es nur der Preis für ein Men­sa­essen ist. Tragt das Anliegen zudem weiter, per Face­book, Twitter, stu­diVZ und auch off­line. Danke!

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