Rückblick auf das BarCamp Ruhr 3 (#bcruhr3)
Am vergangenen Wochenende fand das BarCampRuhr zum dritten Mal im Unperfekthaus in Essen statt. Ein kleiner (naja…) Rückblick.
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Musik. Politik. Dinge.
RSS-FeedAm vergangenen Wochenende fand das BarCampRuhr zum dritten Mal im Unperfekthaus in Essen statt. Ein kleiner (naja…) Rückblick.
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Bei der FAZ beschreibt Constanze Kurz prägnant, welche Probleme sich aus der Übertragung einer Röhrenradio-Weltsicht auf das Internet ergeben. Sie greift dabei auch einen mir wichtigen Punkt auf, den ich als zentral für die Debatte erachte:
Wir müssen uns angesichts des kontrollwütigen Grundtenors des Vertragswerks aber auch als Gesellschaft Fragen stellen: Können und sollen Anbieter von Internet-Dienstleistungen elterliche Pflichten übernehmen? Ist es nicht ein Armutszeugnis, Aufsichts– und Erziehungspflichten im digitalen Raum an den Staat delegieren zu wollen? Früher gab es einen Schlüssel für den Fernseherschrank und mit dem Sandmännchen einen definierten Zeitpunkt zum Ausschalten des Gerätes. Heute erledigen die Erziehung nur noch die Schule und der Staat? Das Netz ist eben kein Babysitter.
Wie ich neulich schon geschrieben habe:
Eltern müssen stärker in die Verantwortung genommen werden – letztendlich tragen sie die Verantwortung für den Medienkonsum ihrer Kinder.
Mal schauen, wie lange die Politik benötigt, um zu dieser Einsicht zu gelangen. Denn eines sollte mittlerweile klar sein: Wenn man die mannigfaltigen Probleme, die das Internet für Staat, Gesellschaft und Politik mitbringt, lösen möchte, sollte man nicht auf der technischen Ebene, sondern vielmehr auf sozialer Ebene ansetzen. Da verhält es sich ähnlich wie bei den berüchtigten DAUs: Meistens sitzt das Problem 60 cm vor dem Bildschirm…
Jens hat nochmals per Blogeintrag darauf aufmerksam gemacht: Rivva hat mit den Sponsor Posts ein Angebot geschaffen, um den Unterhalt weiterer Server bezahlen zu können. Hier sein Text dazu:
Gestern sind die Sponsor Posts auf Rivva gestartet. Die Plattform ist mit der Indexierung von 130.000 Artikeln und Tweets zur Zeit chronisch überlastet und kann so neben anderen interessanten Ideen z.B. auch das Content License Agreement mit Twitter nicht voll ausschöpfen.
Um die Entwicklung voranzutreiben und weitere Server / Compute Capacity anschaffen zu können, braucht Frank deshalb Unterstützung.
Sponsoren-Artikel werden reihum auf der Startseite gefeatured und unterstützen Rivva mit 250€ / Monat zzgl. 19% USt. Erste Sponsoren sind t3n magazin, AKRA Future Technologies und Future of Web Strategy.
Falls ihr dieses Projekt auch mittragen möchtet, könnt ihr den Kontakt unter business / ät / frankwestphal.de herstellen.Weitere Infos:
http://rivva.de/sponsor
http://blog.rivva.de/archives/2010/3/3/happy_birthday/
Sehe ich genau so, also bitte: Ran an den Speck
Unregelmäßig ist sie, die Linkschleuder hier – aber meine Zeit lässt es nicht anders zu: Erst jetzt gibt’s wieder eine kleine Rückschau auf das Geschehen der letzten Tage im Netz – dieses Mal dafür mit sehr vielen, aber komplett lesenswerten Links und Videos. Mit dabei: Crowdsourced Pizza & Blogs, ein Milestone-Verriss, Ast unter Strom & eine Geburtstagsfeier für ein wildfremdes Nicht-Geburtstagskind. Nach dem Siewissenschon.
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Heute war in der Netzwelt richtig viel los, daher fasse ich mal viele einzelne Dinge zu einem übersichtlichen Posting zusammen.
In den letzten Tagen gab es mal wieder verschiedene Diskussionen zur Relevanz von Blogs, Twitterwalls und dem ewigen Schmoren im eigenen Saft innerhalb der deutschen Web-Szene. Dazu gab es netterweise tolle Regelwerke, die ja seit Jahr und Tag jedes neue (oder auch schon alte) Social Media Tool begleiten – Erkenntnisgewinn: Null. Zumindest für jeden, der normale zwischenmenschliche Verhaltensregeln kennt & diese sinnvoll auf egal welchen Kommunikationskanal überträgt.
Und wenn euch was nicht passt oder ihr Angebote vermisst: Macht’s doch selbst. Das ist doch das, was „wir” immer allen erzählen – nie war es einfacher, selbst Inhalte zu veröffentlichen.
Niemand hat das, was mich an diesen Diskussionen nervt, so schön auf den Punkt gebracht wie Sebastian Keil:
Über Internet-Erzieher from Sebastian Keil on Vimeo.
Ich mag übrigens die Ironie, dass solche Diskussionen (zum Glück!) immer im engen Kreis der Blogosphäre gefangen bleiben, immer selbstreferenziell & damit für die meisten Menschen irrelevant sind sowie versuchen, auf „alte” Art und Weise allgemein verbindliche Regeln vorzuschreiben. Also genau das tun, was sie stets bemängeln. Und ich bin auch noch so blöd & mache bei der Diskussion mit. Haha.
PS: Und weil ich evil bin & nicht an der Verknüpfung innerhalb der Blogosphäre interessiert bin, habe ich auf die Diskussionen keine Links gesetzt. Muahaha! rivva leistet wie stets gute Dienste.
Das iPad hat ja in den letzten Tagen für eine Menge Diskussionsstoff gesorgt – das Schönste daran ist, dass es auch zahlreiche Comedy-Einlagen gibt, die sich mit dem iPad beschäftigen. Das bisher lustigste Video habe ich drüben bei Dackworld gefunden: Collegehumor über die „Comedy Gold Mine”:
Und auch Steven Colbert lässt sich nicht lange bitten & packt ein iPad bei den Grammy-Awards auf der Bühne aus. „Hey Jay-Z! Am I cooler than you?”
Na ja, mal abwarten, was das Gerät noch so bringt. Ich würde es mir nicht kaufen, meinen Eltern sicherlich schon – warum, das erklärt Jason Smith im Artikel „The Apple iPad, explained to geeks”.
Dieser Satz erklärt, dass das folgende Video der absolute Wahnsinn ist.
Dieser Satz verdeutlicht, warum der eigene Beitrag im Vergleich zur Originalquelle bedeutender ist. Dieser Satz enthält einen schnell zusammengegoogelten Link auf einen Wikipedia-Artikel, der dem Posting mehr Tiefe geben soll. Dieser Satz untermauert die Argumentation und bereitet den finalen Querverweis vor. Dieser Satz leitet zum Snip vom Snip:
Garniert werden diese drei Sätze durch den obligatorischen Snip:
This sentence contains a provocative statement that attracts the readers’ attention, but really only has very little to do with the topic of the blog post. This sentence claims to follow logically from the first sentence, though the connection is actually rather tenuous. This sentence claims that very few people are willing to admit the obvious inference of the last two sentences, with an implication that the reader is not one of those very few people. This sentence expresses the unwillingness of the writer to be silenced despite going against the popular wisdom. This sentence is a sort of drum roll, preparing the reader for the shocking truth to be contained in the next sentence.
This sentence contains the thesis of the blog post, a trite and obvious statement cast as a dazzling and controversial insight.
This sentence claims that there are many people who do not agree with the thesis of the blog post as expressed in the previous sentence. This sentence speculates as to the mental and ethical character of the people mentioned in the previous sentence.
Dieser unscheinbare via–Link bildet den einzigen Verweis auf den massiven Content-Klau. Der letzte Satz fordert den Leser auf, diesen Beitrag zu verlinken, um auf vermessene Art den Webruhm des A-Bloggers abzugraben.
Wow, diese beeindruckende Demonstration von 3D-Sound per Kopfhörer habe ich via rivva social bei oldrules.de gefunden. Schaut euch das Video mit Kopfhörern an – und versucht, euch dabei nicht umzuschauen. Ist nicht so einfach
Eigentlich wollte ich mich gerade an den Schreibtisch setzen, um einige Texte für meine Magisterarbeit zu lesen. Ein schneller Blick bei rivva hat mich allerdings davon abgehalten – jetzt sitze ich ob des ersten Entwurfs zur Novellierung des „Staatsvertrags über den Schutz der Menschenwürde und den Jugendschutz in Rundfunk und Telemedien” erstaunt, geschockt und ziemlich wütend hier & versuche mal, die Implikationen, die dieser Vertrag beinhaltet, durchzuspielen. Um sich nicht nur mit dem Meckern aufzuhalten, will ich zudem einige Ansätze zu alternativem Vorgehen aufzeigen. Weiterlesen…