Herr Bertling.

Musik. Politik. Dinge.

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Das Netz ist kein Babysitter.

Bei der FAZ beschreibt Con­stanze Kurz prä­gnant, welche Pro­bleme sich aus der Über­tra­gung einer Röhrenradio-Weltsicht auf das Internet ergeben. Sie greift dabei auch einen mir wich­tigen Punkt auf, den ich als zen­tral für die Debatte erachte:

Wir müssen uns ange­sichts des kon­troll­wü­tigen Grund­te­nors des Ver­trags­werks aber auch als Gesell­schaft Fragen stellen: Können und sollen Anbieter von Internet-Dienstleistungen elter­liche Pflichten über­nehmen? Ist es nicht ein Armuts­zeugnis, Auf­sichts– und Erzie­hungs­pflichten im digi­talen Raum an den Staat dele­gieren zu wollen? Früher gab es einen Schlüssel für den Fern­se­her­schrank und mit dem Sand­männ­chen einen defi­nierten Zeit­punkt zum Aus­schalten des Gerätes. Heute erle­digen die Erzie­hung nur noch die Schule und der Staat? Das Netz ist eben kein Babysitter.

Wie ich neu­lich schon geschrieben habe:

Eltern müssen stärker in die Ver­ant­wor­tung genommen werden – letzt­end­lich tragen sie die Ver­ant­wor­tung für den Medi­en­konsum ihrer Kinder.

Mal schauen, wie lange die Politik benö­tigt, um zu dieser Ein­sicht zu gelangen. Denn eines sollte mitt­ler­weile klar sein: Wenn man die man­nig­fal­tigen Pro­bleme, die das Internet für Staat, Gesell­schaft und Politik mit­bringt, lösen möchte, sollte man nicht auf der tech­ni­schen Ebene, son­dern viel­mehr auf sozialer Ebene ansetzen. Da ver­hält es sich ähn­lich wie bei den berüch­tigten DAUs: Meis­tens sitzt das Pro­blem 60 cm vor dem Bildschirm…

Sponsor Posts – rivva sucht Sponsoren.

Jens hat noch­mals per Blog­ein­trag darauf auf­merksam gemacht: Rivva hat mit den Sponsor Posts ein Angebot geschaffen, um den Unter­halt wei­terer Server bezahlen zu können. Hier sein Text dazu:

Ges­tern sind die Sponsor Posts auf Rivva gestartet. Die Platt­form ist mit der Inde­xie­rung von 130.000 Arti­keln und Tweets zur Zeit chro­nisch über­lastet und kann so neben anderen inter­es­santen Ideen z.B. auch das Con­tent License Agree­ment mit Twitter nicht voll ausschöpfen.

Um die Ent­wick­lung vor­an­zu­treiben und wei­tere Server / Com­pute Capa­city anschaffen zu können, braucht Frank des­halb Unterstützung.

Sponsoren-Artikel werden reihum auf der Start­seite gefea­tured und unter­stützen Rivva mit 250€ / Monat zzgl. 19% USt. Erste Spon­soren sind t3n magazin, AKRA Future Tech­no­lo­gies und Future of Web Stra­tegy.
Falls ihr dieses Pro­jekt auch mit­tragen möchtet, könnt ihr den Kon­takt unter busi­ness / ät / frankwestphal.de herstellen.

Wei­tere Infos:
http://rivva.de/sponsor
http://blog.rivva.de/archives/2010/3/3/happy_birthday/

Sehe ich genau so, also bitte: Ran an den Speck :)

Leblose Zombie-Linkschleuder ahead!

Unre­gel­mäßig ist sie, die Link­schleuder hier – aber meine Zeit lässt es nicht anders zu: Erst jetzt gibt’s wieder eine kleine Rück­schau auf das Geschehen der letzten Tage im Netz – dieses Mal dafür mit sehr vielen, aber kom­plett lesens­werten Links und Videos. Mit dabei: Crowd­sourced Pizza & Blogs, ein Milestone-Verriss, Ast unter Strom & eine Geburts­tags­feier für ein wild­fremdes Nicht-Geburtstagskind. Nach dem Sie­wis­sen­schon.

Wei­ter­lesen…

Dieser Eintrag kreist um sich und seine Irrelevanz.

In den letzten Tagen gab es mal wieder ver­schie­dene Dis­kus­sionen zur Rele­vanz von Blogs, Twit­ter­walls und dem ewigen Schmoren im eigenen Saft inner­halb der deut­schen Web-Szene. Dazu gab es net­ter­weise tolle Regel­werke, die ja seit Jahr und Tag jedes neue (oder auch schon alte) Social Media Tool begleiten – Erkennt­nis­ge­winn: Null. Zumin­dest für jeden, der nor­male zwi­schen­mensch­liche Ver­hal­tens­re­geln kennt & diese sinn­voll auf egal wel­chen Kom­mu­ni­ka­ti­ons­kanal überträgt.

Und wenn euch was nicht passt oder ihr Ange­bote ver­misst: Macht’s doch selbst. Das ist doch das, was „wir” immer allen erzählen – nie war es ein­fa­cher, selbst Inhalte zu veröffentlichen.

Nie­mand hat das, was mich an diesen Dis­kus­sionen nervt, so schön auf den Punkt gebracht wie Sebas­tian Keil:

Über Internet-Erzieher from Sebas­tian Keil on Vimeo.

Ich mag übri­gens die Ironie, dass solche Dis­kus­sionen (zum Glück!) immer im engen Kreis der Blo­go­sphäre gefangen bleiben, immer selbst­re­fe­ren­ziell & damit für die meisten Men­schen irre­le­vant sind sowie ver­su­chen, auf „alte” Art und Weise all­ge­mein ver­bind­liche Regeln vor­zu­schreiben. Also genau das tun, was sie stets bemän­geln. Und ich bin auch noch so blöd & mache bei der Dis­kus­sion mit. Haha.

PS: Und weil ich evil bin & nicht an der Ver­knüp­fung inner­halb der Blo­go­sphäre inter­es­siert bin, habe ich auf die Dis­kus­sionen keine Links gesetzt. Mua­haha! rivva leistet wie stets gute Dienste.

I truly believe we’re entering a new comedy gold rush.

Das iPad hat ja in den letzten Tagen für eine Menge Dis­kus­si­ons­stoff gesorgt – das Schönste daran ist, dass es auch zahl­reiche Comedy-Einlagen gibt, die sich mit dem iPad beschäf­tigen. Das bisher lus­tigste Video habe ich drüben bei Dack­world gefunden: Col­le­ge­humor über die „Comedy Gold Mine”:

Und auch Steven Col­bert lässt sich nicht lange bitten & packt ein iPad bei den Grammy-Awards auf der Bühne aus. „Hey Jay-Z! Am I cooler than you?”

Na ja, mal abwarten, was das Gerät noch so bringt. Ich würde es mir nicht kaufen, meinen Eltern sicher­lich schon – warum, das erklärt Jason Smith im Artikel „The Apple iPad, explained to geeks”.

Dieser Blogeintrag kopiert schamlos einen Eintrag aus einem bekannten deutschen Blog, um sich den Inhalt zu eigen zu machen und einen Trackback-Link abzustauben.

Dieser Satz erklärt, dass das fol­gende Video der abso­lute Wahn­sinn ist.

Dieser Satz ver­deut­licht, warum der eigene Bei­trag im Ver­gleich zur Ori­gi­nal­quelle bedeu­tender ist. Dieser Satz ent­hält einen schnell zusam­men­ge­goo­gelten Link auf einen Wikipedia-Artikel, der dem Pos­ting mehr Tiefe geben soll. Dieser Satz unter­mauert die Argu­men­ta­tion und bereitet den finalen Quer­ver­weis vor. Dieser Satz leitet zum Snip vom Snip:

Gar­niert werden diese drei Sätze durch den obli­ga­to­ri­schen Snip:

This sen­tence con­tains a pro­vo­ca­tive state­ment that attracts the rea­ders’ atten­tion, but really only has very little to do with the topic of the blog post. This sen­tence claims to follow logi­cally from the first sen­tence, though the con­nec­tion is actually rather tenuous. This sen­tence claims that very few people are wil­ling to admit the obvious infe­rence of the last two sen­tences, with an imp­li­ca­tion that the reader is not one of those very few people. This sen­tence expresses the unwil­ling­ness of the writer to be silenced des­pite going against the popular wisdom. This sen­tence is a sort of drum roll, pre­pa­ring the reader for the sho­cking truth to be con­tained in the next sentence.

This sen­tence con­tains the thesis of the blog post, a trite and obvious state­ment cast as a dazz­ling and con­tro­ver­sial insight.

This sen­tence claims that there are many people who do not agree with the thesis of the blog post as expressed in the pre­vious sen­tence. This sen­tence spe­cu­lates as to the mental and ethical cha­racter of the people men­tioned in the pre­vious sentence.

Dieser unschein­bare via–Link bildet den ein­zigen Ver­weis auf den mas­siven Content-Klau. Der letzte Satz for­dert den Leser auf, diesen Bei­trag zu ver­linken, um auf ver­mes­sene Art den Webruhm des A-Bloggers abzugraben.

3D-Sound per Kopfhörer

Wow, diese beein­dru­ckende Demons­tra­tion von 3D-Sound per Kopf­hörer habe ich via rivva social bei oldrules.de gefunden. Schaut euch das Video mit Kopf­hö­rern an – und ver­sucht, euch dabei nicht umzu­schauen. Ist nicht so ein­fach ;)


(Youtube­Direk­t­Raum­ge­fühl)

Zensursula deluxe!?

Eigent­lich wollte ich mich gerade an den Schreib­tisch setzen, um einige Texte für meine Magis­ter­ar­beit zu lesen. Ein schneller Blick bei rivva hat mich aller­dings davon abge­halten – jetzt sitze ich ob des ersten Ent­wurfs zur Novel­lie­rung des „Staats­ver­trags über den Schutz der Men­schen­würde und den Jugend­schutz in Rund­funk und Tele­me­dien” erstaunt, geschockt und ziem­lich wütend hier & ver­suche mal, die Impli­ka­tionen, die dieser Ver­trag beinhaltet, durch­zu­spielen. Um sich nicht nur mit dem Meckern auf­zu­halten, will ich zudem einige Ansätze zu alter­na­tivem Vor­gehen auf­zeigen.

Wei­ter­lesen…

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