Herr Bertling.

Musik. Politik. Dinge.

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ACTA stoppen.

Hallo. Politik-Kram mal wieder. Nachdem die SOPA/PIPA-Sachen in den USA vor­erst gestoppt wurden, wird in der EU im Hin­ter­zimmer fleißig an einer euro­päi­schen Ver­sion gear­beitet, die unser aller Internet massiv ein­schränken würde. Das muss nicht sein, das sollte nicht sein, das darf nicht sein. Und damit ihr später nicht sagen könnt, ihr hättet von nichts gewusst, gibt’s eine leicht ver­ständ­liche, ein­fach zu erfas­sende Info­grafik. Schaut sie euch an, ver­breitet sie weiter und im besten Fall: Tut was dagegen.

ACTA Infografik

(via, bestän­dige Infor­ma­tionen bei netzpolitik.org)

SOPA / PIPA / ACTA

Ein guter Tag, um mal darauf hin­zu­weisen, dass ein freies Internet nicht nur in Dik­ta­turen, son­dern leider auch in west­li­chen Län­dern keine Selbst­ver­ständ­lich­keit mehr ist.

Infor­miert euch. Wenn es euch direkt betrifft: Han­delt – bevor es zu spät ist.

Gründe gegen Sopa:

Menschen/Seiten, die mitmachen:

Update: Do it for the kittens!

Trend. Meiner.

Seit dem Umbau ist mein Blog end­lich der Ort geworden, der es immer sein sollte. Es ist mir mehr Mühe wert. Nur die langen Texte, die müssen noch kommen. Aber das wird. Twitter ist ♥, ist Bühne, ist „Inner Circle” mit Schau­lus­tigen. Face­book ist Expe­ri­men­tier­feld geworden. Immer wieder inter­es­sant, wie unter­schied­liche Leute mit unglaub­lich unter­schied­li­chen Hin­ter­gründe sich in meinen Post-Kommentaren treffen. Google+ne.

QUOTE.fm ist meine Zufalls­ma­schine, meine Inspi­ra­ti­ons­quelle. Nie vorher durch kein anderes Netz­werk fand ich so viele gute Texte aus so vielen unter­schied­li­chen The­men­be­rei­chen. Von so vielen schlauen Men­schen gepostet, die keine Dis­kus­sion scheuen, sich aus­tau­schen und dabei inner­halb kür­zester Zeit einen Wohl­fühl­platz gebaut haben.

Wen dieser Text inter­es­siert: Keine Sau. Wem das egal ist: Mir.

(Gefunden durch Nicos Trend., Start­punkt war Cem.)

So you want a code?

So. Seit ges­tern ist QUOTE.fm für die Öffent­lich­keit zugäng­lich. Das heißt: Jeder darf rein­schauen, was die netten Beta-Tester und einige neu dazu gekom­mene Leute denn schi­ckes zitieren – ent­weder schauen sie sich die belieb­testen Quotes an oder lassen sich eine Aus­wahl aus ein­zelnen The­men­be­rei­chen geben.

Befüllen darf den Ser­vice momentan nicht jeder. Das ist im Blick auf Qua­lität super. In der Beta-Phase habe ich sehr genossen, dass die Leute nach anfäng­li­chem Aus­pro­bier­wahn darauf zurück­gingen, (meist) nur noch qua­li­tativ hoch­wer­tige Texte zu zitieren. Die Aus­wahl der Leute für die Beta-Phase hat das aber auch fast schon garan­tiert. Meine Instapaper-Liste wird seitdem haupt­säch­lich über QUOTE.fm befüllt. Ich weiß ein­fach, dass das, was die Leute dort zitieren, gute Texte sind.

Mein Quote.fm Profil

Das soll auch so bleiben, daher mag das Ein­la­dungs­system zwar für Außen­ste­hende ziem­lich Hitler sein, der Qua­li­täts­si­che­rung inner­halb der Platt­form tut das aber gut. Bei rivva.de nerven mich z.B. die zahl­rei­chen SpOn-, Bild– und Postillon-Artikel, welche durch Massen-Likes und auto­ma­ti­sierte Tweets ständig in den Feed rut­schen. Die sind weder neu noch auf Dauer lustig noch sonst was – aber das pas­siert durch die auto­ma­ti­sche Aus­wer­tung der Quellen nun mal (und ist auch im momen­tanen Ausmaß noch okay). Mit wert­vollen Texten, die zum Denken anregen etc., hat das wenig zu tun.

Bei QUOTE.fm herrschten zumin­dest bis zum Ende der Closed Beta bei­nahe para­die­si­sche Zustände – intel­li­gente Men­schen geben sehr gute Text­emp­feh­lungen durch sehr gut gewählte Aus­züge. Ein Traum. Darf gerne so weiter gehen.

Nun liegen in meinem Account noch zwei Invite-Codes, die ich los­werden kann (!). Ich werde sie nicht ein­fach an die Leute ver­schenken, die darum bet­teln oder die ich aus wel­chen Gründen auch immer besser kenne. Es sollen durch meine Invites Leute Zugriff erhalten, die die Platt­form wirk­lich ver­nünftig nutzen werden. Sprich: Weder Social-Media-Allestester (also bald Account­lei­chen) noch Leute, die den Sinn der Platt­form nicht erfassen und keinen Nut­zungs­be­darf haben. Daher gibt’s eine kleine Aufgabe.

Ihr wollt einen Invite? Okay. Wir spielen QUOTE.fm. Schreibt in die Kom­men­tare drei Zitate + Link zum jewei­ligen Text. Ich schaue mir die Zitate und Texte an und was mir gefällt, erhält einen Invite. Irgend­wann am Sonntag Abend ent­scheide ich mich dann. Viel Spaß!

Huch.

PrivacyImg - Ein interaktives Beispiel. Konfiguration ueber http://tilli.me/privacyimg
(via)

Pas­sender Text dazu auch direkt bei Hen­ning Tillmann:

Nein, hier geht es nicht um Face­book oder Google. Die tech­ni­schen Grund­lagen des Webs sind ein­fach anders als es die deut­sche Geset­zes­lage aktuell vor­sieht. 20 Jahre lang ist das aber nicht groß aufgefallen.

Dazu fällt mir aber auch direkt wieder ein, was ich neu­lich bei Kris Köhn­topp las, näm­lich eine kurze Epi­sode aus dem Jahr 1994:

Damals stand ich mit Terra in der Ein­gangs­halle des Kieler Lan­des­hauses. Wir hatten ein Modem dort stehen und ein Ter­mi­nal­pro­gramm am Laufen. Auf dem Ter­minal waren wir auf einer Maschine in den USA ein­ge­loggt, die per­so­nen­be­zo­gene Daten von Deut­schen ver­ar­bei­tete: diese Kiste hatte also ein wirk­lich langes Tas­ta­tur­kabel. Die Platten des US-Rechners waren über NFS aus einer wei­teren, anderen Juris­dik­tion gemountet — die Kiste hatte also auch ein wirk­lich langes Plattenkabel.

Wir haben damals bei den Abge­ord­neten und Daten­schüt­zern, die uns über die Schul­tern schauten, eine ganze Menge „404”-Gesichter erzeugt — „Was machen die da? Wieso ist das ein Pro­blem? Und wenn es ein Pro­blem ist, was zum Teufel können wir da machen?”

Das ist im Grunde genau die Situa­tion, die wir jetzt beim Face­book Like-Button, bei jedem ein­ge­bun­denen Youtube-Video und natür­lich auch bei jeder Dropbox haben.

Tja.

Hey Anonymous. Get a job. Get laid.

Aha. Anony­mous will also am Gun­powder Day Face­book lahm­legen. Einen pas­senden Kom­mentar dazu hat Martin bei mas­hable aus­findig gemacht. Der bringt genau auf den Punkt, wie auch ich zur Sache stehe:

Anony­mous, if I want your pro­tec­tion I’ll ask for it. I prefer Face­book to self-proclaimed self-righteous vigi­lantes. An appointed govern­ment is better than a group of people who elect them­selves and assume they have the right to speak for people who didn’t ask for their opi­nion. Get a job. Get laid. Do wha­tever you want, but don’t assume you have the right, act, speak, or even think on my behalf.

Aber ihr wisst ja, wie der Spaß laufen wird ;-)

„Intern” (sofern man bei einem Kol­lektiv wie Anony­mous über­haupt von „intern” spre­chen kann…) regt sich anschei­nend aber auch schon Wider­stand.

Adressbaralphabet.

Ein­fa­ches Prinzip: Buch­staben ein­geben. Ersten Vor­schlag aus­wählen. Auf­listen :)

A — amazon.de
B — bertdesign.de
C — cotweet.com/channels
D — dict.leo.org
E — ebay.de
F — facebook.com
G — google.com
H — hornbach.de
I — imgriff.com
J — j.mp
K — kicker.de
L — listen.grooveshark.com
M — mail.google.com
N — newsroom.mobile.de
O — opensourcepr.de/2011/05/30/astroturf-pay-or-die-gutefrage_net-verkauft-transparenz/
P — plus.google.com
Q — quote.fm
R — rivva.de
S — search.twitter.com
T — twitter.com
U — uarrr.org
V — vainstream.com
W — webmail.goneo.de
X — xing.com
Y — youtube.com
Z — zeit.de

Oh Freude.

Wenn das Wetter einen nicht gerade absaufen lässt, ist zur Zeit Sommer. Das ist schön, dar­über kann man sich freuen. Und über viele kleine Dinge, die im Sommer so passieren.

Grillen zum Bei­spiel. Das tat ich in der ver­gan­genen Woche sogar zwei Mal inner­halb weniger Tage. Was daran lag, dass ich Home­of­fice (uuuhh…) machen konnte. Bei meinen Eltern. Im tiefsten Ems­land, gleich neben Hol­land. Dort bekommt man dann auch geschnit­tenes Obst und Tee direkt an den Rechner gebracht. Der mit genü­gend Lan-Kabel auf der Ter­rasse stehen kann. Superst.

Oder liebe Men­schen treffen, die man sonst nicht so häufig sieht. Das ergab sich eben­falls Homeoffice-bedingt in den ver­gan­genen Tagen und war eine sehr gute Sache. Kleine Babys, eine ganze Blas­ka­pelle, Freunde, was­nich­talles. Noch besser: Geht am kom­menden Wochen­ende beim Vain­stream in Münster weiter ♥

Auch gut: Fahrrad fahren. Mit der pas­senden Land­schaft drum­herum, der rich­tigen Musik auf den Ohren oder dem rich­tigen Men­schen dabei ein groß­ar­tiger Spaß.

Und Son­nen­blu­men­post­karten, weil man Schlüssel ver­gisst, weil man nach der letzten erfolg­losen Rad­tour durch den Regen­schauer alle Kla­motten wech­seln muss und ihn weg­legt aber nicht ein­packt und die Eltern den Schlüssel dann nach­schi­cken. Lange Sätze sind auch toll. Na ja.

Aber am aller­besten gerade – und das hat eigent­lich gar nichts mit dem Wetter zu tun – finde ich, dass meine Magis­ter­ar­beit über rivva doch keine his­to­ri­sche Arbeit mehr ist, denn dank BMWi (und hier darf man gerne mal den Sponsor nennen!) ist rivva wieder online. Sieht leicht ver­än­dert aus, aber gut. Wie schön, dass Frank damit wieder online ist :)

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