Herr Bertling.

Musik. Politik. Dinge.

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Konzertwochenende!

Ganz ver­gessen. Letztes Wochen­ende war Konzertwochenende.

Samstag: TV Noir-Abend mit Yas­mine Tou­rist und Wolf­gang Müller. Selten ein so dis­zi­pli­niertes, tolles Publikum wie im kom­plett bestuhlten Uebel&Gefährlich erlebt. Und selten so ent­spannt so schöne Musik gehört. Ein ganz, ganz wun­der­barer Abend.

Sonntag: Jupiter Jones in der Großen Frei­heit. Dazu hat Fräu­lein kathrynsky schon alles auf­ge­schrieben und fest­ge­halten :)

Sehr schön. Und im Nach­gang ent­deckten wir noch das Neben­pro­jekt von Nicolas Müller, dem Jupiter Jones-Sänger. Seitdem begleitet mich „Heis­ter­kamp” durch die Woche. Doll.

Dinge, die man mal reflektieren kann: Sitzen.

Sitzen ist ja so’ne Sache. Irgendwie genau das rich­tige zwi­schen Liegen (wird auf Dauer echt lang­weilig) und Stehen (tut irgend­wann weh, bei Kon­zerten z. B.). Ok, bei Fuß­ball­spielen ist sitzen nicht so geil wie ein Steh­platz, aber wir wollen ja nicht klein­lich werden.

Wei­ter­lesen…

Weekday vegetarian

Da ich ges­tern das Agentur-iPad testen durfte, habe ich mir einige TED-Talks run­ter­ge­laden & zufällig den Vor­trag „Why I’m a weekday vege­ta­rian” von Graham Hill (treehugger.com) gesehen:

Über dieser Idee schwingt ganz gewaltig die Inkonsequenz-Keule, ins­be­son­dere von Vege­ta­riern dürfte man sich diverse Vor­würfe anhören. Den Ansatz finde ich sinn­voll, da er sehr prag­ma­tisch ist:

We all know the argu­ments that being vege­ta­rian is better for the environ­ment and for the ani­mals — but in a car­ni­vorous cul­ture, it can be hard to make the change.

Das werde ich mal aus­pro­bieren (Oh nein, man soll seine Pläne ja nicht erzählen…) und dar­über berichten :) Oder? Bühne frei für alle Fleischextremisten:

Einfach mal „gut” sein.

Heute hat mich eine Sache sehr, sehr betroffen gemacht. Maike, die Tochter von Uwe Baltner, ist sehr über­ra­schend an Leuk­ämie erkrankt. Für sie wird jetzt ein geeig­neter Kno­chen­mark­spender gesucht. Erfahren habe ich davon heute via Twitter – Chris­tian & Tapio schrieben dar­über. Ein Aufruf zur Typi­sie­rung wurde bei CHIP online ver­öf­fent­licht, Uwe arbeitet dort:

Maike ist 21 Jahre alt, sie liegt seit drei Wochen im Augs­burger Zen­tral­kli­nikum und wird mit Che­mo­the­ra­pien behan­delt. Die Unter­su­chung hat ergeben, dass sie auf jeden Fall eine Stamm­zell­spende benö­tigt, um wieder gesund zu werden. Es gibt daher für Sie einen ganz ein­fa­chen Weg, Maike zu helfen: Lassen Sie sich typisieren.

Ich weiß nicht, wie lange ich Uwe Baltner schon folge – er ist wie viele eine der  „weak ties”. Immer in der Time­line gegen­wärtig, nie getroffen, aber den­noch auf selt­same Art bekannt. Maikes Schicksal hat mich sehr berührt, so dass ich nicht nur per Tweet, son­dern auch per Blog­ein­trag darauf auf­merksam machen will. Tapio hat bereits einen Bei­trag geschrieben, der eigent­lich alles zum Thema sagt:

Hier kommen die Wat­te­stäb­chen ins Spiel. Die Deut­sche Kno­chen­mark­spen­der­datei, kurz DKMS, pflegt eine Datei spen­den­wil­liger Men­schen. Damit daraus mög­li­cher­weise pas­sende Spender schnell ermit­telt werden können, werden deren gene­ti­sche Merk­male ana­ly­siert. Das nennt sich „Typi­sie­rung”. Und dafür reicht schon ein wenig Spei­chel und Schleim­haut­ge­webe aus dem Mund, das man auf ein Wat­te­stäb­chen reibt. Keine Nadeln, kein Blut, nur ein Wat­te­stäb­chen — schisserproof.

An dieser Stelle wird dieser Post dann doch zu einem Spen­den­aufruf. Für Maike und für alle Leuk­ämie­kranken in Deutsch­land und dar­über hinaus. Geht auf die Web­site der  DKMS,infor­miert euch dort über Leuk­ämie und wie die DKMS hilft und bestellt euch schnells­tens ein Regis­trie­rungsset mit einem For­mular und zwei Wat­te­stäb­chen mit Rück­um­schlag. Den schickt ihr dann an die DKMS zurück und bekommt einige Zeit später eine Spender-Nummer und eine Spen­der­card. Das war schon alles. Wenn ihr dann noch 40 Euro übrig habt, um das Typi­sie­rungs­ver­fahren zu finan­zieren (Medi­zin­technik kostet Geld), dann solltet ihr sie inves­tieren. Wenn ihr das Geld nicht ent­behren könnt, geht es auch ohne Spende.

Wer Maike näher kennen lernen will: Sie hat ein Blog mit dem wun­der­baren Namen „cookies&monsters” und schreibt auch dort über die Krankheit.

Wie auch Tapio schon schrieb, so auch meine Bitte: Lasst euch typi­sieren. Das ist kin­der­leicht & kostet euch kaum Auf­wand. Außer ich bringt die für die Typi­sie­rung fäl­ligen 50 € noch als Spende auf, was nicht nötig, aber wirk­lich toll wäre.

Und wo wir schon beim Thema sind: Meine Mutter lebt seit 2,5 Jahren mit einer Spen­der­niere. Die Trans­plan­ta­tion hat sich unheim­lich positiv auf ihr Leben aus­ge­wirkt & ich bin froh über jede Minute mit ihr. Dem unbe­kannten Spender bin ich bis heute dankbar, dass er sich zur Organ­spende ent­schieden hat. Daher noch eine zweite Bitte: Besorgt euch einen Organspende-Ausweis.

Da kann man auch „Nein” ankreuzen, wenn ihr keine Organe spenden wollt. Oder ihr benennt kon­kret, welche Organe auf keinen Fall ent­nommen werden sollen. Das dauert eben­falls nicht lang, kann aber im Ernst­fall Leben retten. Natür­lich macht es keinen Spaß, sich über ein sol­ches Thema Gedanken zu machen. Aber ich finde: Das sollte man tun. Zudem erspart ihr euren Ver­wandten im oben beschrie­benen Ernst­fall die Ent­schei­dung, was pas­sieren soll.

Schon erstaun­lich, wie oft man unbe­darft durch’s Leben geht & erst durch eine solche Geschichte dazu kommt, sich über wirk­lich wich­tige Dinge Gedanken zu machen. Ich würde mich freuen, wenn dieser Ein­trag euch dazu ani­miert, ein mini­males Stück Lebens­zeit auf­zu­wenden, um ein­fach mal was Gutes zu tun – und es viel­leicht auch noch wei­ter­zu­tragen ;)

Nach­trag: Mir ist noch was ein­ge­fallen. Wer dieses neu­mo­di­sche Flattr-Zeug schon nutzt, darf hier gerne zulangen. Alle Ein­nahmen für diesen Artikel werde ich (sollten sie die 1€-Grenze über­schreiten ;) ) mit meinem Alter mul­ti­pli­zieren & an die DKMS spenden :) Natür­lich spende ich auch, wenn die Ein­nahmen drunter bleiben, dann eben 26 € ;)

SneakReview: Invictus

Review des ges­tern in der müns­te­raner Sneak Pre­view gezeigten Films über das Ver­hältnis von Nelson Man­dela & Fran­cios Pienaar / Politik & Sport / Schwarze & Weiße im durch Apart­heid geprägten Süd­afrika. Inklu­sive der größten Pop­corn­tüte ever!

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