Herr Bertling.

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Alles neu

(Youtube­DirektNeu)

Ich hab mich dann doch mal dazu durch­ge­rungen, die Seite neu anzu­legen. Die alte Daten­bank habe ich gekillt, die drei erfolg­reichsten Posts recht not­dürftig mit rüber­ko­piert. Befüllt wird die Seite wohl haupt­säch­lich via Pos­te­rous — län­gere Sachen erscheinen dann aber auch mal aus­schließ­lich hier. Abwarten :)

Die Company muss ready sein!

Wichtig beim Schritt in die schöne (?) neue Web­welt ist vor allem: Die Com­pany muss ready sein. Diese „Mes­sage” teilte Vodafone-Mann Volker Gläser dem jungen, meist stu­den­ti­schen Publikum beim DMMK Young Pro­fes­sio­nals im November 2008 ein­dring­lich mit. Mehr­mals. Und bemerkte offen­sicht­lich nicht das Grinsen, das sein Bullshit-Bingo über­trie­bener Business-English-Einsatz (deploy­ment?) im kom­pletten Hör­saal auf die Gesichter zauberte.

Die Com­pany muss also ready sein.

Mich beschleicht das Gefühl, dass die „Com­pany” eben nicht „ready” ist.

Ich habe diverse Teil­nehmer der Vodafone-Kampagne bei Bar­Camps und anderen Kon­fe­renzen teils per­sön­lich in Gesprä­chen, teils bei Ses­sions, oder zumin­dest auf Podien erlebt. Sie alle mögen streitbar sein. Aber sie alle haben — so unter­stelle ich mal — ein ange­mes­senes Ver­ständnis für den Umgang mit Social Media.

Dass Ute Hamel­mann sich zum Rückzug aus dem „Web2.0″ ent­schließt, finde ich in diesem Zusam­men­hang traurig, aber kon­se­quent. Dass es sie mit voller Härte trifft, ver­sucht Michael Dom­salla zu erklären. Der Vor­gang zeichnet für mich ein ent­täu­schendes Bild eines Teils der deut­schen Social-Media-„Szene”.

Aber dieses ganze Geschehen zeigt auch: Vod­a­fone war und ist für diese „Kam­pagne” — um im Unter­neh­mens­jargon zu bleiben — nicht „ready”. Es ist mir ein abso­lutes Rätsel, wie mit ver­meint­li­chen Fach­leute wie Nico Lumma und Carmen Hil­le­brand so grund­le­gende Fehler wie hier gemacht werden können. Abge­sehen von z.B. feh­lender Hil­fe­stel­lung für Schnu­tinger bei wirres.net (vgl. Felix Schwen­zels Nach­trag um 10:05): Sollten die Ver­ant­wort­li­chen nicht eine Ahnung davon haben, dass eine solche Aktion ohne ent­spre­chende Pro­dukte nichts als heiße Luft erzeugt? Und sollten sie nicht in letzten Jahren genü­gend Erfah­rung mit dem / im Web gesam­melt haben, um zu wissen, wie dankbar solch ein „fail” (wie ich dieses Wort mitt­ler­weile hasse…) landauf landab genüss­lich seziert wird?

„Ready” sieht für mich auf jeden Fall anders aus.

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